|
|
|
 |
 |
 |
 |
AKTUELLES |
 |
Fünf Jahre nach der Schliessung
|
Fünf Jahre nach der Schliessung der sorbischen Mittelschule von Crostwitz
Am 1. September 2006 wird in der sorbischen Lausitz des sog. Crostwitzer Schulstreiks gedacht, der am Montag, den 6. August 2001 begann und am Dienstag, den 4. September 2001 endete. Mit diesem Streik protestierten die Sorben gegen die von den sächsischen Behörden beabsichtigte Schliessung der sorbischen Mittelschule von Crostwitz. In Erinnerung an dieses für das sorbische Volk schmerzliche Ereignis wird am 1. September um 19 Uhr ein Gottesdienst in der Pfarrkirche „Heilige Apostel Simon und Juda“ von Crostwitz gefeiert. Im Anschluss daran finden ein Gedenkakt vor dem Schulgebäude von Crostwitz und danach ein Forum statt.Trotz aller bitteren Enttäuschungen hofft das sorbische Volk, dass die sorbische Mittelschule von Crostwitz eines Tages doch wieder eröffnet wird.
|
Cinq ans après la fermeture
|
Cinq ans après la fermeture de l'école intermédiaire de Crostwitz
Le 1er septembre 2006, la Lusace sorabe se souviendra de ce que l’on appelle la grève scolaire de Crostwitz, qui a commencé le lundi, 6 août 2001 et qui a pris fin le mardi, 4 septembre 2001. Par cette grève, la population sorabe a voulu protester contre la fermeture de l’école intermédiaire de Crostwitz, envisagée par les autorités de Saxe. C’est en souvenir de cet événement douloureux pour le peuple sorabe, qu’un service religieux sera célébré le 1er septembre 2006, à 19 heures, à l’église paroissiale de Crostwitz, consacrée aux saints apôtres Simon et Jude. Après le service religieux, une cérémonie commémorative est prévue devant le bâtiment scolaire de Crostwitz, qui sera suivie d’un débat public.Malgré toutes les déceptions amères qu’il a vécues, le peuple sorabe continue à espérer que l’école intermédiaire de Crostwitz sera rouverte un jour.
|
Information aus dem Europarat
|
2. Stellungnahme betr. die Verwirklichung des Rahmenübereinkommens in Deutschland
Der Konsultativausschuss für das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten hat im Januar 2006 seinen zweiten Besuch zur Überwachung der Verwirklichung des Rahmenübereinkommens in Deutschland abgestattet. Zu diesem Zweck hat er sich nach Berlin, Heidelberg, Hannover, Frankfurt, Flensburg und Bautzen begeben.
Aufgrund dieses Besuches hat der Konsultativausschuss am 1. März 2006 seine zweite Stellungnahme betreffend die Verwirklichung des Rahmenübereinkommens in Deutschland verabschiedet. Sobald die deutschen Behörden die Veröffentlichung dieser Stellungnahme beschlossen haben, kann sie publiziert werden.
Die Stellungnahme wird nächstens im Ministerkomitee des Europarates diskutiert werden.
1. Juni 2006
|
Information provenant du Conseil de l'Europe
|
2e avis sur la mise en oeuvre de la Convention-cadre en Allemagne Le Comité consultatif pour la Convention-cadre sur la protection des minorités nationales a effectué en janvier 2006 sa deuxième visite de suivi de la mise en oeuvre par l'Allemagne de la Convention-cadre. Il s'est rendu, outre Berlin, à Heidelberg, Hannovre, Francfort, Flensburg et Bautzen.
En conséquence, le Comité consultatif a adopté le 1er mars 2006 son deuxième avis sur la mise en oeuvre de la Convention-cadre sur l'Allemagne. Cet avis sera disponible dès que les autorités allemandes décideront de le rendre public.
Il sera prochainement discuté par le Comité des Ministres du Conseil de l'Europe.
1er juin 2006.
|
51. FUEV-Kongress in Bautzen
|
51. FUEV-Nationalitätenkongress vom 24. bis 27. Mai in Bautzen
Siehe auch unter
www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/128.asp?artid=4953
Artikel als PDF zum Download:
Grenzüberschreitender Minderheitengipfel mit Sorben [349 KB]
Anlässlich der Strategiesitzung der beiden grössten europäischen Minderheitenorganisationen FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen) und JEV (Jugend Europäischer Volksgruppen), an der auch die Repräsentanten anderer Minderheiten - darunter eine Vertretung der Domowina - teilnahmen, wurde die von den beiden Organisationen gemeinsam erarbeitete Charta der europäischen Minderheiten vorgestellt und besprochen.
Diese für die über 100 Mitgliederorganisationen der FUEV und der JEV bedeutsame Charta wird nun in Bautzen der Delegiertenversammlung der FUEV zur Abstimmung unterbreitet. An dem in Zusammenarbeit mit der Domowina vorbereiteten Kongress in Bautzen werden u.a.der Landtagspräsident und der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, die Ministerin des Landes Brandenburg für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie über 200 Kongressteilnehmer - darunter eine Vertreterin des Europarates ( Sekretariat des Rahmenübereinkommens für den Schutz der nationalen Minderheiten) - und 250 Gäste anwesend sein. Ziel dieses Kongresses ist es u.a., die Anliegen und Probleme der in manchen Ländern weiterhin gefährdeten Minderheiten - und dazu gehören leider auch die Sorben -europaweit bekannt zu machen. Siehe www.fuen.org/pages/deutsch/d_7_2002.html und
www.fuen.org/pages/deutsch/d_5a_2002.html sowie
www.domowina.sorben.com/pm/060515a.htm
Es sei darauf hingewiesen, dass die Katholische Kirche den vom Kongress verfolgten Zielen die gebührende Aufmersamkeit schenken wird, da sie aufgrund des Vertrags vom 2. Juli 1996 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Sachsen das katholisch geprägte sorbische Kulturgut bewahren und beschützen muss, wobei der Freistaat Sachsen sie im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen hat. Die Katholische Kirche kann es also nur begrüssen, wenn die nötigen Anstrengungen unternommen werden, um das im Lauf der Geschichte gewachsene Netzwerk der sorbischen Schulen in der Oberlausitz vor einer weiteren und diesmal fatalen Schwächung zu bewahren.
Die lutherischen Kirchen werden ebenfalls mit Interesse die Debatten an diesem Kongress verfolgen, kümmern sie sich doch ebenfalls um die Belange des ihnen anvertrauten sorbischen Bevölkerungsteils. Es sei dabei auf das "Kirchengesetz über die kirchliche Vertretung des sorbischen Bevölkerungsteils der Evangelisch - Lutherischen Landeskirche Sachsens" in seiner Neufassung vom 18. November 2002 und auf das "Kirchengesetz über die kirchliche Arbeit in der Evangelischen Kirche Berlin - Brandenburg - Schlesische Oberlausitz vom 23. April 2005" hingewiesen.
Für die Sorben erwächst aus diesem Kongress die Chance, den Delegierten ihre Sicht und - nach dessen Ausarbeitung - ihr Konzept für ein künftiges sorbisches Schulwesen darzulegen.
23.05.2006
|
Konferenz zum sorbischen Schulwesen
|
Konferenz zum sorbischen Schulwesen stellt fest: Bessere Förderung notwendig
"Das sorbische Schulwesen braucht eine größere Autonomie sowie bessere rechtliche und finanzielle Förderung. In Sachsen, doch auch in Brandenburg hemmen auf diesem Gebiet Mängel, die nicht dem Standard und den Richtlinien des Europäischen Rates entsprechen, eine gute Entwicklung." Das schreibt die sorbische Tageszeitung "Serbske Nowiny" als Ergebnis der Konferenz zum sorbischen Schulwesen, die am Freitag, 19.März 2004, in Bautzen stattfand. Eingeladen dazu hat der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der nationalenMinderheiten und Aussiedlerfragen, Jochen Welt (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Konferenz fand unter seiner Leitung statt. Vorgesehen war, dass die jeweiligen Landesminister – Steffen Reiche, Minister für Bildung, Jugend und Sport Brandenburgs sowie Professor Dr. Karl Mannsfeld, Sächsischer Staatsminister für Kultus – als Teilnehmer des Podiums der Konferenz beiwohnen. Beide hatten bereits im Vorfeld ihre Teilnahme abgesagt. Das Land Brandenburg war durch Bodo Richard, Beauftragter für nationale und internationale Angelegenheiten, Berlinbeauftragter im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburgs, vertreten. Er ist zugleich Bevollmächtigter des Ministers und Leiter der Arbeitgruppe zur Lösung von relevanten sorbisch(wendisch)-spezifischen Bildungsthemen. Der Sächsische Kultusminister Mannsfeld beauftragte Hans-Bernd Deutschmann, Direktor des Regionalschulamtes Bautzen, das Sächsische Staatsministerium für Kultus zu vertreten.
An diese Tagung in Bautzen sind eigens aus Strassburg ranghohe Vertreter des Europarates angereist. Dass es die Regierungen Sachsens und Brandenburgs nicht für nötig gehalten haben, sich entsprechend vertreten zu lassen, befremdet doch sehr und muss bei der Delegation des Europarates einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen haben. Bei dem seit 1400 Jahren in der Lausitz ansässigen sorbischen Volk und seinen an der Tagung in Bautzen anwesenden Vertretern wird die schon im voraus angekündigte Abwesenheit der die Verantwortung tragenden Persönlichkeiten als ein unerklärlicher Mangel an Sensibilität für seine berechtigten Anliegen und Sorgen empfunden werden.
Politisch und menschlich hätte man in Bautzen auch anders vorgehen können.
|
|
|
|
|